Wirtschaftsuniversität Wien – Campus WU neu

Bei diesem Projekt, speziell im Bereich Bauteil LC – Learning Center, bestand die große Herausforderung darin, dass der Großteil der Konstruktionen nicht auf Basis von vorhandenen Prüfzeugnissen bzw. Normen geplant werden konnte, da die geometrischen Anforderungen der Architektin Zaha Hadid einfach so einzigartig wie auch komplex waren, dass es dafür keine Grundlagen gab.

Es stellte sich sehr früh heraus, dass es bei diesem Projekt nicht nur darum ging, die Möglichkeiten der bekannten Materialien neu zu definieren, sondern auch darum, Systemlösungen „neu“ zu erfinden, welche dann der technischen Gebrauchstauglichkeit für Brandschutz, Schallschutz und Statik, dem Stand der Technik und den individuell für dieses Projekt festgesetzten Anforderungen entsprachen.

  • Glas Systemtrennwände bis zu 25 Grad geneigt, im Bereich der Wandabzweigung auf senkrecht wechselnd und das in einer gerundeten Form, an die Rohbetondecke mittels einem gleitenden Deckenanschluss angeschlossen
  • Dreidimensionale Trägerverkleidungen bei denen der Biegeradius der Verkleidung im gebogenen Verlauf der Trägerverkleidung auf null ausläuft
  • Weiß beschichtete Alu-Lammellenschürzen, welche durch die Kombination von geneigten Wänden und Rundungen in dreidimensional gekrümmten Flächen hergestellt werden mussten
  • Brandschutzdecken in EI90 Qualifikation, ausgelegt für bis zu 50 kg pro m2 darunter hängender Haustechnikinstallationen und zusätzlich akustisch wirksamen darunter hängenden, gekühlten Gipskarton-Lochdecken
  • Bis zu 4 m hohe und vierseitig unterschiedlich geneigte Lichtkuppelhalsverkleidungen deren Übergang von einer Seitenfläche auf die andere gerundet ausgeführt wurde
  • Holzlamellenverkleidungen in geneigter und geschwungener Ausführung aus dreidimensional gebogenen MDF-Latten, welche vor Ort verspachtelt und lackiert wurden. Die Montage musste exakt nach den vom Architekturbüro CRABstudios London gezeichneten Ansichtsplänen erfolgen, da auf das Fugenbild der Latten-Längs-Stöße großer Wert gelegt wurde.

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Wiener Stadtschulrat

Beim Projekt Neugestaltung des Eingangsbereiches des Wiener Stadtschulrates ging es darum,  ein Deckensegel aus Alucobond, bestehend aus möglichst großen Einzelelementen unter die Akustikspritzputzdecke zu installieren.

Um hier dem Wunsch des Architekten Folge zu leisten und möglichst große Einzelteile installieren zu können, mussten diese vor Ort gekantet und lackiert werden, was die Besonderheit der technischen Lösung bei diesem Projekt darstellte.

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Pflegewohnheim „Helmut-Zilk-Haus“ Wien-Liesing

Das frühere Wasserschloss Liesing im 23. Wiener Gemeindebezirk wurde vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) zu einem der modernsten Geriatriezentren Österreichs umgebaut.

In den 16 cm breiten Räumen zwischen den Messingelementen befinden sich sämtliche Haustechnikeinbauten wie z.B. Brandmelder, Lüftungsschlitze oder Aufbauleuchten. Es galt strenge bauliche Hygiene-Vorgaben zu erfüllen. Die Detailausarbeitungen in Form von Hygieneanschluss-Winkel verhindern, dass sich Staub an den Anschlüssen und den angrenzenden Bauteilen ablegt.

Auch die Außenwände im Bereich der Loggien, zementgebundene Outdoorplatten und korrosionsgeschützte Unterkonstruktionen, wurden von rhtb: hergestellt und installiert. Als besonders arbeitsintensiv stellte sich die Herstellung der bleikaschierten Wände im Bereich der Röntgenräume heraus, da die Ausführung dieser Station äußerste Akribie erforderte.

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Hauptuniversität Wien

Hier wurde der bestehende denkmalgeschützte Terrazzo samt Unterbau im Zuge der Sanierung und technischen Adaptierung der Uni zwischenzeitig entfernt. Als besondere Aufgabe galt es, den Terrazzo wie er ursprünglich war wieder herzustellen und gleichzeitig eine Installationsebene zu schaffen.

Als Konsequenz wurde ein dafür geeignetes Hohlraumbodensystem installiert. Die Besonderheit lag in der Entkoppelung des Terrazzos und des Hohlraumbodens sowie die Ablaufkoordination im Vollbetrieb(!) der Uni.

In Zusammenarbeit mit dem Steinmetzbetrieb, welcher mit den Terrazzo-Arbeiten beauftragt war, und unseren Technikern wurden umfangreiche rolling loadtests durchgeführt, um die bestmögliche Schnittstelle zwischen Hohlraumboden und Terrazzobelag herauszufinden. Dabei kristallisierte sich die Variante einer vollständigen Entkoppelung der beiden unterschiedlichen Systeme durch eine geeignete Kunststofffolie heraus.

Die Ablaufkoordination der Arbeiten im Vollbetrieb der UNI wurde im Zuge von Detailbesprechungen mit der Uni-Leitung und dem örtlichen Baumanagement Schritt für Schritt und Bereich für Bereich gemeinsam mit den anderen beteiligten Gewerken abgestimmt.

Auch Anlieferungen außerhalb der Uni-Öffnungszeiten waren notwendig und wurden durch das Team der rhtb: umgesetzt!

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Terminal Check-in 3

Bei der sogenannten Chaosdeckerund 12.500 m2 im Bereich EG und im 1. OG des Terminals – ging es darum, eine Metalldecke zu entwickeln, bei der jedes ca. 1 m2 große Metall-Deckenplattenfeld wie eine Revisionsklappe über spezielle Scharniere und Riegelkonstruktionen abklappbar sein musste. Der Name Chaosdecke wurde deswegen für diese Decke gewählt, weil es an den Längsseiten der Deckenplatten keinen geordneten Fugendurchlauf gibt und es alle möglichen Varianten von Fugenversatz zu realisieren gab. Dazu musste diese Decke im Verlauf des Terminals in drei verschiedene Gebäuderadien integriert werden.

Das Konglomerat daraus ist ein weltweit einzigartiges Deckensystem.

Um alle Ansprüche zu erfüllen war es notwendig, in der Planung neue Wege zu gehen.

Jede der rund 12.000 Deckenplattenstücke wurde positioniert, um die notwendige Lage der Riegel und Scharniere herausfinden und planen zu können. In weiterer Folge wurden Montage- und Werkpläne so ausgelegt, dass sie direkt für die Produktion tauglich waren bzw. für die Einmessarbeiten vor Ort, durch einen Geometer, der die jeweiligen Hauptachsen der Kreisbogensegmente verortete, verwendet werden konnten.

Um jede Deckenplatte „ohne sichtbare Mechanik“ öffnen zu können, wurden spezielle Riegel entwickelt, die sich auf Druck von unten lösen und so die Deckenplatte über die Längsachse nach unten abgeklappt werden kann. Durch das manuelle Rückstellen der Riegel im abgeklappten Zustand konnte die Deckenplatte wieder geschlossen und durch einen Selbstverriegelungsmechanismus arretiert werden.

  • Linearrasterdecke: Bei der Linearrasterdecke in der Ankunftshalle des Terminals in 21 m Höhe galt es, stehende Metalllamellen, den drei unterschiedlichen Gebäuderadien folgend, aufgefächert zu montieren. Die Besonderheit lag darin, eine Unterkonstruktion zu entwickeln, die man den Kreisbogen folgend verschieben und anpassen kann. Dies wurde durch eigens entwickelte drehbare Kreuzverbinder realisiert.
  • Hohlraumböden für eine 12,5 kN Belastung
    Auch beim Hohlraumboden galt es noch nie da gewesener Anforderungen gerecht zu werden. Zum Ersten wurde mit der Punkt-Belastung von 12,5 kN auf einer Fläche von 2,5 cm x 2,5 cm  eine sehr hohe Lastanforderung vom AG definiert, und zum Zweiten galt es diese enormen Lasten so in die darunterliegende Hohldielen-Fertigteil-Beton-Decke einzuleiten, dass es zu keinem Durchstanzen der Decken im Bereich der Hohlräume kommt. In Zusammenarbeit mit unseren Ingenieuren an der in Prichsenstadt/D gelegenen Produktionsstätte wurde dazu ein erheblicher Aufwand mit Vorprüfungen am hauseigenen MERO Prüfstand durchgeführt, um schlussendlich dem Bauherrn ein zweilagiges Hohlraumbodensystem als das wirtschaftlichste zu empfehlen. Der größte Vorteil eines zweilagigen Systems liegt in der stoßüberlappenden Verlegung, womit sich eine wesentlich homogenere und tragfähigere Gesamtbodenscheibe ergibt, mit der geringstmöglichen Dicke von nur 56 mm. Für die Lasteinleitung in die Hohldielendecke wurden zusätzlich unter den Standard-Hohlraumboden Stützen, Lastverteilerplatten, eingebaut.

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Schiffsstation Wien

Anstatt eines herkömmlichen Zementestrichs wurde auf Grund des hohen Installationsgrades ein trockener Hohlraumboden mit Aufständerungshöhen bis 1.000 mm eingebaut. Dazu waren entsprechende Überbrückungsträger und aussteifende Rasterstäbe erforderlich.

Es wurden spezielle, für das Bauvorhaben entwickelte, wasserdichte Revisionsöffnungen gebaut und Gullys integriert. Im Küchenbereich wurde auf Grund der hohen Anforderung für Großküchen ein zementgebundener Trockenhohlraumboden der Feuchteklasse W4 eingesetzt.

Teilweise freistehende, jedoch auch schräg ausgeführte Wände, wurden statisch berechnet und mit Formrohrkonstruktionen als auch aus UA-Profilen mit gleitenden Anschlüssen gebaut.

Die abgehängte Decke aus Metall-Langfeldplatten mit unzähligen nicht im Raster angeordneten Einbauteilen konnte aufgrund der Bewegungen der Stahlkonstruktion des Gebäudes nicht starr an die Fassade angeschlossen werden und erhielt rundum eine offene Fuge, die gleichzeitig der Belüftung dient.

Als Anschluss an die tragenden – in alle Richtungen geneigten Stahlsäulen – kamen spezielle Aluplatinen zum Einsatz. Da kein Säulenanschluss gleich war, mussten für die Produktion jeweils eigene Schablonen angefertigt werden.

Die gesamte Deckenkonstruktion musste Deckendurchbiegungen bis zu 60 mm aufnehmen.

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Flughafen Wien Straßensystemzentrum

Hier kamen spezielle Alu-Wabenpaneele zum Einsatz, die zum einen akustisch hochwirksam und sehr leicht sind und zum anderen eine große Spannweite freitragend überwinden.

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Meisterbetrieb
VÖTB Gütesiegel